Interview mit Leinemann & Partner

mjf: Herr Weuthen, schön, dass Sie heute für Ihre Kanzlei als Ansprechpartner für unser erstes Interview 2018 bereit stehen. Fangen wir ganz basal an: Wie würden Sie Leinemann in drei kurzen Sätzen beschreiben?

l&p: Seit Gründung durch ein fünfköpfiges Startup-Team im Jahr 2000 haben wir uns mit inzwischen rund 90 Rechtsanwälten deutschlandweit zur führenden Kanzlei im Bau- und Vergaberecht entwickelt. Wir sind an zahlreichen spannenden nationalen und internationale Großprojekten und wegweisenden Gerichtsverfahren beteiligt, wie der Elbphilharmonie in Hamburg, dem Berliner Flughafen BER, zahlreichen Autobahn-PPP-Projekten oder den U-Bahn Bauten in Berlin und Düsseldorf. Leinemann Partner im Unterschied zu international tätigen Großkanzleien sind bei uns die Entscheidungswege kurz und die Hierarchien flach. Junge Anwältinnen und Anwälte können und sollen frühzeitig bei uns Verantwortung übernehmen und Mandantenkontakt haben.

mjf: Wer als Anwalt im Bau-, Immobilien- oder Vergaberecht Karriere machen will, muss der anders gestrickt sein als der typische Medienrechtler z.B.?

l&p: Vergabe- und Baurecht begleiten uns auf Schritt und Tritt. Ob man in einem privat gebauten Eigenheim lebt, eine Brücke nach deren Sanierung überfährt, die ertüchtigte Strecke der Eisenbahn nutzt oder die Berichterstattung über den Flughafen Berlin liest. Als Baurechtler ist man immer wieder gefordert, sich mit ihm bisher unbekannten Sachverhalten auseinanderzusetzen und vor allem vermittelnd – um nicht zu sagen übersetzend – als Bindeglied mit anderen Nichttechnikern und gegebenenfalls dem Gericht zu agieren. Man darf dabei keine Scheu davor haben, sich auf der einen Seite von einem hemdsärmeligen Polier im zugigen Baucontainer die Ausführung einer „weißen Wanne“ erläutern zu lassen und auf der anderen Seite mit der Geschäftsleitung die juristische Taktik für die Verhandlungen mit der Gegenseite zu besprechen. Kurzum: Baurecht ist eine ausgesprochen vielseitige, spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit, bei der man von Beginn an umfassend in die Mandatsarbeit eingebunden ist und nicht nur im BackOffice arbeitet.

mjf: Ihre Sozietät hat u.a. bei der Elbphilharmonie beraten – das nehmen wir doch gleich einmal auf: Wieviel Musik ist denn für Praktikanten und Referendare bei Ihrem Haus drin? An welchen Standorten besonders?

l&p: „Leinemann ist eine coole Kanzlei“, das hören wir immer wieder und so fühlen wir uns auch. Wir bieten an allen unseren Standorten deutschlandweit engagierten Praktikanten und Referendaren tolle Einblicke in die Welt des Bau-, Vergabe- und Immobileinrechts. Dabei erhalten Praktikanten und Referendare  durch erfahrene Anwältinnen und Anwälte die Möglichkeit frühzeitig Einblicke in unsere tägliche Arbeit zu bekommen, begleiten unsere Partnerinnen und Partner zu Gericht und haben die Möglichkeit sich fachlich austauschen zu können. Außerdem nehmen Praktikanten und Referendare  natürlich an allen unseren sozialen Events teil. Wir betrachten Praktikanten und Referendare als eine Chance, neue potentielle Kollegen kennenzulernen. Unterschiede zwischen den einzelnen Standorten gibt es in der Ausbildung nicht.

mjf: Alle reden von Work-Life-Balance und bei Kanzleien jeder Größenordnung steht das quasi im Handbuch der Arbeitgeberbeschreibung mit einem „läuft bei uns“ mittlerweile mit drin. Aber ist das denn auch ein realistisches echtes Szenario? Muss nicht jedem jungen Akademiker klar sein, dass die extrem hohen Gehälter auch schon für Berufseinsteiger nicht nur so bezahlt werden, sondern für echt viel Arbeit? Wie sehen Sie das und wie – um das wieder aufzugreifen – läuft das denn bei Leinemann?

l&p: Natürlich ist eine Tätigkeit in einer führenden Wirtschaftskanzlei wie Leinemann Partner arbeitsintensiv und kann auch mal stressig sein. Wir betreuen anspruchsvolle große Mandate, das erfordert eine gewisse zeitliche Flexibilität. Unsere jungen Anwältinnen und Anwälte haben damit kein Problem und sind dazu bereit. Die Einstiegsgehälter bei Leinemann sind sicherlich nicht so hoch wie in den großen Kanzleien, die Full-Service anbieten und ihre Schwerpunkte im Corporate / M&A haben. Aber unsere Associates wissen es zu schätzen, nicht am Wochenende und bis spät in die Nacht arbeiten zu müssen. Ein erfülltes Privatleben ist bei uns kein Wunschdenken, sondern gelebte Praxis. Wir bieten unseren Mitarbeitern außerdem pragmatische Lösungen an, die Ihnen möglichst viel Flexibilität, persönliche Freiräume, aber auch Mobilität ermöglicht, wie bspw. flexible Homeoffice-Regelungen.

mjf: Sie persönlich haben in Ihrer Laufbahn schon unterschiedliche Kanzleien kennengelernt und haben nicht nur deshalb einen sehr guten Marktüberblick. Daher zum Ende des Interviews die Frage an Sie – warum soll man zu Ihrem Haus kommen, was außer auch eben einem guten + sicheren + gutbezahlten + spannendem Arbeitsplatz finde ich da?

l&p: Bei uns haben Sie die Möglichkeit, die Ergebnisse Ihrer Arbeit zu sehen. Sie gehen durch eine Stadt und können sagen, beim Bau dieses Bauwerks haben wir mitgewirkt. Sie fahren über eine Autobahn und können sagen, jeder Meter der Straße konnte durch unsere Beratung geschaffen werden. Sie hören in der Elbphilharmonie ein Konzert und wissen genau, was alles im Laufe der Bauzeit nötig war, um dieses einzigartige Monument zu schaffen. Das sind Emotionen, die man in anderen juristischen Disziplinen schwer schaffen kann. Das Zusammenspiel von juristischer Arbeit und technischer Umsetzung in unseren Projekten ist außergewöhnlich. So wie auch unsere Arbeitsatmosphäre.

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