Die professionelle Bewerbung – So geht es richtig.

Der Lebenslauf

Man sollte es nicht glauben: aber was man als Arbeitgeber in der Praxis an Lebensläufen zu sehen bekommt ist oft haarsträubend.

Auch wenn im Netz zig Muster kursieren und der Buchmarkt mit einem Meer von Ratgebern gesättigt ist, scheinen viele Bewerber all diese Hilfestellungen schlicht zu ignorieren. Dabei ist ein Lebenslauf wie eine Visitenkarte.

Schon an der äußeren Form kann ich ablesen, wie viel Mühe sich ein Bewerber gegeben hat, wie sorgfältig er arbeitet und welche Ansprüche er an seine Arbeitsergebnisse stellt. Um Ihnen die Erstellung eines guten Lebenslaufes zu erleichtern, finden Sie hier ein Muster im Downloadbereich. Jeder Lebenslauf sollte lückenlos und aussagekräftig sein und auf die spezifischen Anforderungen einer Stellenausschreibung angepasst werden.

Damit wir Ihnen neben unseren Tipps auch „handfeste“ Informationen mit auf den Weg geben können, ermöglichen wir Ihnen hier den Download eines myjobfair-Musterlebenslaufs. Beachten Sie dabei bitte, dass der Lebenslauf nur zu privaten Zwecken freigegeben ist.

Das Bewerbungsfoto

Auch wenn im angelsächsischen Sprachraum seit jeher darauf verzichtet wird, ist es in Deutschland obligatorischer Bestandteil des Lebenslaufs – es sei denn, es würde in einer Stellenausschreibung eigens darauf hingewiesen, dass kein Lichtbild gewünscht ist.

Ein gutes, professionelles Foto (das dezidiert kein Passbild sein soll, sondern etwa eine Größe von 5 mal 7 cm haben sollte!) ist ein Blickfang und Hingucker.

Es lockert die Bleiwüste des Lebenslaufs auf. Sprechen Sie den Fotografen immer auf Bewerbungsfotos an. Er kann Sie dann beraten. Ein guter Fotograf macht sich auch die Mühe, Sie in variierenden Outfits zu fotografieren – mal mit der blauen, mal mit der weißen Bluse, mal mit und mal ohne Krawatte.

Das Anschreiben

Nie länger als maximal eine Seite, nie ein Standardanschreiben, in dem nur Textbausteine ausgetauscht werden, nie nur eine Zusammenfassung des Lebenslaufs oder ein formelhafter Verweis darauf! Damit haben Sie drei wesentliche DON’TS in der Hand.

Ein Anschreiben ist ein Kommunikationsmittel. Es sollte so präzise wie möglich auf die Anforderungen der Stellenanzeige antworten. Sie bauen darin handfeste Argumente für sich als zukünftiger Mitarbeiter/Mitarbeiterin auf. Sie machen klar, warum Sie davon überzeugt sind, die mit der Position verknüpften Anforderungen erfüllen zu können. Sie machen darüber hinaus vor allem Ihre Motivation deutlich und geben einen Hinweis darauf, warum Sie in dem speziellen Unternehmen arbeiten wollen.

Wenn aus dem Anschreiben hervorgeht, dass Sie sich mit dem Unternehmen und der ausgeschriebenen Position befasst haben, dass Sie kein Standardschreiben verwendet haben und sich Mühe gegeben haben, Ihre Qualifikation zu begründen (Beispiele für Teamfähigkeit, gründliche und zielorientierte Arbeitsweise, Kommunikationsstärke usw. geben!), dann haben Sie schon gewonnen.

Die Anlagen

Ob elektronisch oder in Papierform: Ihre Bewerbungsmappe sollte drei Dokumententypen bzw. Dateien umfassen: Ihren Lebenslauf, Ihr Anschreiben und sämtliche relevante Zeugnisse (Abitur/Hochschulreife, Examina, wesentliche Praktikumszeugnisse und/oder die besten Stationszeugnisse, ggf. Arbeitszeugnisse).

Um die Dateimenge nicht unnötig anschwellen zu lassen (sie sollte in der Regel fünf MB nicht überschreiten), können Sie anbieten, weitere Zertifikate wie Computer- oder Fremdsprachenkurse nachzureichen. Im Rahmen einer elektronischen Bewerbung (per E-Mail oder im Upload auf ein Bewerbungsportal), verschicken Sie die Dateien im PDF-Format.

Nur wenn es ausdrücklich erbeten ist, reichen Sie alle Dokumente zusammengefasst in einer PDF-Datei als komplette Mappe ein.

Initiativbewerbung oder Stellenausschreibung?!

Keinesfalls muss man immer warten, bis eine veröffentlichte Stellenanzeige den Traumjob verspricht. Gerade für Berufsanfänger und insbesondere für Juristen gilt: Initiative zeigen!

Viele Kanzleien veröffentlichen keine Stellenanzeigen für Praktikums- oder Stationsplätze. Sie wollen gerade, dass Bewerber selbst aktiv werden und auf sie zukommen. Auch für den Berufseinstieg ist die Initiativbewerbung ein probates Mittel, den Arbeitgeber seiner Wahl direkt, persönlich und verbindlich anzusprechen.

Wichtig hierbei: Nicht im Allgemeinen und Ungefähren stecken bleiben. Was interessiert mich als Bewerber genau an diesem Arbeitgeber? Woran könnte er Interesse haben? Mit welchen Qualifikationen, Kompetenzen, und Erfahrungen könnte ich punkten? Eine sehr praktische Gelegenheit dies alles herauszufinden sind natürlich die Fakultätskarrieretage.

In jedem Fall ist die intensive Auseinandersetzung mit der Website des Unternehmens/der Kanzlei im Vorhinein Pflicht. Hier erfahre ich, wie sich das Unternehmen selbst sieht und welche Themen es aktuell beschäftigen. Darauf stimme ich als Bewerber meine Kommunikation in Anschreiben und Lebenslauf ab.

Die Job-Messe

Alternativ zur Initiativbewerbung oder der Reaktion auf eine Stellenausschreibung eigenen sich Job-Messen hervorragend um erste Kontakte zu knüpfen, Praktika oder Festanstellungen zu ergattern.  Denn Job-Messen haben den großen Vorteil, dass man direkt und ohne Umwege mit Entscheidungsträgern sprechen kann, und das vor allem persönlich. Als Resultat umgeht man den großen Bewerberpool mit denen die Personaler förmlich „überschüttet“ werden und hat bereits einen ersten positiven Eindruck hinterlassen, der die Einstellungswahrscheinlichkeit merklich ansteigen lässt.

In diesem Sinne wünschen wir viel Erfolg bei der Bewerbung!

 

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