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Heute im Gespräch mit:

Jürgen Held

Vogel & Partner Rechtsanwälte mbB

Jürgen Held | Rechtsanwalt und Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz

mjf: Herr Held, Ihre Kanzlei ist auf IT- und IP-Recht spezialisiert, Ihre Standorte sind Karlsruhe und Stuttgart. Das sind eher Hardfacts. Was aber steht hinter „Vogel & Partner“ – welche Philosophie leben Sie?

VP: Ein Hardfact darf ich noch erwähnen: Wir haben im Zug unserer Datenschutz-Projekte und dem „DSGVO-Boom“ das Angebotsspektrum in diesem dynamischen Bereich weiter ausgebaut. Da tut sich im Moment sehr viel und wir betreuen Mandate jeder Dimension.

Aber zu Ihrer Frage: Vogel & Partner steht für hohe Beratungsqualität mit dem Blick fürs Ganze. Wir verstehen uns als kleine, feine IT/IP Boutique mit Anwaltspersönlichkeiten die im Bereich ihrer Spezialisierung Erfahrung und juristische Expertise mitbringen, insgesamt aber auch die branchentypischen Sachverhalte, Prozesse und Zusammenhänge kennen. Sei es im Bereich Digitalisierung, Industrie 4.0 oder beim wertbildenden Schutz von intellectual assets, wie zum Beispiel Marken. Das schafft Mehrwert. Und den entscheidenden Vorsprung. Dafür braucht es Hingabe, Neugier, Präzision und vor allem Unternehmergeist. Aber wir sehen das eher unverkrampft. Freiräume für Individualität sind genauso wichtig. Und natürlich soll es Freude machen.

mjf: Beim durcharbeiten Ihrer Webseite ist uns aufgefallen, dass Ihr Team aktuell rein aus Rechtsanwälten besteht, aber keinen Rechtsanwältinnen. Hängt das mit dem Kanzleischwerpunkt zusammen?

VP: Ein Stück weit mag das mit den Schwerpunkten IT und Datenschutz zusammenhängen. Unserer Erfahrung nach haben Berufsanfängerinnen manchmal etwas Berührungsängste mit diesen Bereichen. Auch die Tatsache, dass diese Rechtsgebiete in der Ausbildung noch zu kurz kommen, macht sich vielleicht bemerkbar. Gewünscht ist das aber nicht – im Gegenteil: die Mischung macht’s! Rechtsanwältinnen sind bei uns mehr als willkommen. Abgesehen davon sind wir – 2011 gegründet – noch eine relativ junge Kanzlei. Wir haben uns am Markt einen Namen gemacht und befinden uns derzeit in einer Phase stetigen Wachstums. Wir achten darauf, möglichst überschaubar und organisch zu wachsen. Dabei ist es gerade für uns als kleinere Sozietät wichtig, dass es rund um passt, auch persönlich. Wir suchen KollegInnen, die unseren Boutique-Spirit teilen und bereichern. KollegInnen, die wie wir Freude am Anwaltsberuf haben, Interesse im Bereich Technologie, Kunst und Medien mitbringen und sich zutrauen einmal Verantwortung als PartnerIn zu übernehmen.

mjf: Nachwuchsgewinnung ist derzeit eine sehr schwierige Aufgabe, egal ob für kleinere oder größere Arbeitgeber. Einerseits wird die Gehaltsspirale immer weiter nach oben verschoben, andererseits sind Modelle der Teilzeitarbeit oder genereller Work-Life-Balance stark gefragt. Passt das alles noch zusammen? Wie sehen Sie die(se) Herausforderungen für Ihre Kanzlei?

VP: Nachhaltige Nachwuchsgewinnung steht bei uns klar im Fokus. Aus diesem Grund haben wir auch nicht das eine Modell, das wir den BewerberInnen vorgeben, nach dem Motto „take it or leave it“. Wir stehen neuen Arbeitsmodellen offen gegenüber. Es klingt zwar abgedroschen, aber entscheidend ist doch, dass es am Ende für beide Seiten passt. Unsere Flexibilität sehe ich als großen Vorteil.

Und weil Sie das Stichwort genannt haben: Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist für die Qualität unserer Arbeit ein ganz wichtiger Faktor. Wir müssen uns Zeit nehmen, wach und neugierig bleiben. Input und Output müssen in einem gesunden Verhältnis stehen. Dies wird von uns Partnern vorgelebt. Und unsere Mitarbeiter wissen das ebenfalls zu schätzen.

mjf: Um unseren Lesern auch etwas Praxistipps mit auf den Weg zu geben: Ich bewerbe mich bei Ihnen als Praktikant/in. Wie überzeuge ich Sie von mir?

VP: Mit unverstellter Persönlichkeit, Mut zur Individualität und zum eigenen Denken. Wenn das mit etwas unternehmerischem Gespür, mit Klarheit und Struktur im Ausdruck zusammentrifft, bin ich schon so gut wie überzeugt. Natürlich geht es zunächst um ehrliches Interesse an unserer Kanzlei und unseren Tätigkeitsschwerpunkten in den Bereichen Technologie, geistiges Eigentum und Medien. Und wenn es in diesen Bereichen über das Rechtliche hinaus zusätzlich Neugier oder gar besondere Kenntnisse gibt, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

mjf: Vor einigen Jahren lief erfolgreich die BW-Kampagne: „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ Jetzt mal Hand aufs Herz: Wenn sich jemand mit starkem Dialekt bei Ihnen bewirbt, sehen Sie das als Plus oder Minus (unabhängig davon, dass am Ende natürlich sowieso nach Sachfragen bewertet wird)? Von Berufskollegen aus Nürnberg z.B. wissen wir, dass dies in der dortigen fränkischen Mandantschaft gut ankam. Aber ist das im Ländle auch so? Man arbeitet ja auch mit Klienten außerhalb der Region…

VP: Etwas Lokalkolorit ist erlaubt und sympathisch. Sowohl im badischen Karlsruhe als auch im schwäbischen Stuttgart gehört das auch ein bisschen dazu. Aber es ist sicher kein Fehler, wenn man sich auch überregional hinreichend gepflegt verständlich machen kann.

mjf: Haben Sie besten Dank für die Zeit & das offene Gespräch.
T +49 (0) 711 248395-200
F +49 /0) 711 248395-205
jh@vogel-partner.eu

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