Brain Food – Mit dem richtigen Essen besser Lernen?

Egal ob in der Klausurenphase, beim Hausarbeitschreiben oder in der Examensvorbereitung: die Fähigkeit, sich langfristig und konsequent auf eine Sache konzentrieren zu können, wird insbesondere von Jurastudenten sehr oft gefordert. Mit der richtigen Ernährung können wir genau diese Konzentrationsfähigkeit positiv beeinflussen – denn unser Gehirn verbraucht fast ein Fünftel unserer Energie, und genau diese muss ja schließlich auch von irgendwo herkommen und am besten auch die richtigen Nährstoffe liefern. Durch unsere Ernährung werden wir zwar nicht direkt schlauer, können aber unsere Leistungsfähigkeit verbessern und die Arbeitsresultate verbessern. Und wie am besten geht das?

Ausreichend Flüssigkeit

Der Körper eines erwachsenen Menschen besteht insgesamt zu etwa 70 % aus Wasser, der Wasseranteil des Gehirns liegt bei fast 90 %. Trinken wir zu wenig, dann bekommen wir das schnell zu spüren: Kopfschmerzen, Müdigkeit und mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Das Wasser im Körper ist wichtig für eine gute Durchblutung und somit sogleich für die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen. Deswegen ist es gerade beim Lernen wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Am besten in Form von Wasser, ungesüßtem Tee oder Saftschorle. Von gezuckerten Soft- Drinks sollte man hingegen lieber die Finger lassen, denn der dort enthaltene Zucker hat eher nachteilige Effekte, als dass er dem Gehirn wirklich hilft.

Glukose – Energie fürs Gehirn

Und beim Thema Zucker sind wir auch schon bei dem wichtigsten Energielieferanten: Glukose. Unser Gehirn benötigt Glukose, um richtig arbeiten zu können. Entscheidend ist aber ganz erheblich, dass man auf die richtige Art von Zucker zurückgreift, denn Zucker ist nicht gleich Zucker. Nur komplexe Kohlenhydrate liefern die richtige und auch langfristige Energie, die wir für unsere Konzentration benötigen. Einfache Kohlenhydrate (also vor allem der klassische weiße Zucker wie er in süßen Getränken und Süßigkeiten vorkommt) haben sogar eher einen nachteiligen Effekt auf unsere Leistungsfähigkeit. Zwar steigt diese zunächst kurzzeitig an, wenn der Zucker ins Blut gelangt und das Gehirn schnell mit viel Energie versorgt. Leider hält dieser Effekt aber nur kurz an und lässt uns danach in ein Loch fallen, in dem dann lerntechnisch nicht mehr viel geht. Komplexe Kohlenhydrate hingegen bringen den Zucker nach und nach ins Blut und versorgen das Gehirn daher konstanter und längerfristig mit Energie. Solche finden sich insbesondere in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse. Auf den Schokoriegel zwischendurch beim Lernen also besser verzichten.

Gute Fette für die Nerven

Auch gute Arten von Fetten, die sogenannten ungesättigten Fettsäuren, sind gut für das Gehirn. Insbesondere die Omega – 3 – Fettsäuren sind dabei hilfreich. Sie sind wichtig für die Nervenzellen, stärken dabei insbesondere die Zellmembran und fördern die Zellbildung. Dadurch fördern sie auch die bessere Nährstoffaufnahme und somit die Informationsaufnahme und – speicherung. Omega – 3 – Fettsäuren findet man, wie der Name bereits vermuten lässt, vor allem in fetthaltigen Nahrungsmitteln. Dazu zählen Fisch, Nüsse, Samen, Oliven- und Rapsöl und Milchprodukte. In den Pausen also am besten auf das gute alte Studentenfutter zurückgreifen!

Magnesium für die Leistungsfähigkeit

Nicht nur Sportler schwören auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr, sondern auch beim Lernen kann Magnesium positive Effekte haben. Magnesium zählt zu den wichtigsten Mineralstoffen und ist für die generelle Leistungsfähigkeit von großer Bedeutung. Es wirkt wie ein Katalysator und regt dadurch die Bildung neuer Synapsen und Zellen an, außerdem fördert es die Durchblutung und wirkt bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen mit. Als weiterer nützlicher Nebeneffekt kann Magnesium vor allem in stressigen Zeiten helfen und sogar die Laune verbessern, indem es unseren Serotoninspiegel positiv beeinflusst und die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin verhindert. Serotonin wird auch als das Glückshormon bezeichnet, welches unter anderem die Informationsprozesse im Gehirn unterstützt. Mit einer ausreichenden Magnesiumzufuhr tun wir uns also insbesondere vor wichtigen Prüfungen und Klausuren etwas Gutes.
Magnesium findet sich ebenfalls in Nüssen, aber auch in Bananen, Vollkornprodukten und Zartbitterschokolade.

 

Mit der richtigen Ernährung können wir unsere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit also durchaus positiv beeinflussen. Gemeinsam mit ausreichend Schlaf und frischer Luft helfen wir somit unserem Gehirn, produktiv zu arbeiten und bessere Resultate zu erzielen. Ein genauerer Blick auf unsere Lebensmittel kann sich also durchaus lohnen!

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