Ein starker Rücken wird entzücken

Ein paar praktische Übungen um den Alltag, mit Lernen und fünfstündigen Klausuren, ohne Rückenschmerzen überstehen zu können.

Mama hat damals nicht ohne Grund gesagt „Jetzt setz dich mal anständig hin, Kind“. Mutti hatte damals bestimmt selbst seit Jahren „Rücken“ und weiß aus eigener Erfahrung, dass eine gerade Haltung wichtig ist.

Rückenschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Der Durchschnittsdeutsche sitzt ca. 6 Stunden täglich. Der klassische Examenskandidat bringt es auch mal locker auf 8 Stunden täglich im Sitzen. Verbringen wir dauerhaft Zeit im Sitzen, bleibt der Körper in einer Position. Auf den Rücken, die Schultern und den Nacken wird Spannung aufgebaut. So erhalten diese Körperregionen zu wenig Sauerstoff in ihre Zellen und der Körper übersäuert. Der Rücken beginnt zu schmerzen, damit will uns unser Körper signalisieren, dass es Zeit wird sich in Bewegung zu setzen.

Nicht nur in der Gefahrenabwehr sind präventive Maßnahmen sinnvoll, sondern auch um einen starken Rücken zu bekommen. Ein durchtrainierter Rücken, fängt nicht so schnell an zu schmerzen, auch wenn man mal eine Zeit in der falschen Haltung verbringt. Beim Sport gezielt den Rücken zu trainieren ist also vorteilhaft.

Will man nun nicht viel Geld für ein Fitnessstudio ausgeben, kommt der Sport ja meistens zu kurz. Doch Übungen für den Rücken kann man ganz einfach zu Hause ohne Geräte ausführen. Die gleich erwähnten Übungen kennt ihr sicherlich noch aus dem Schulsport.

Eine einfache Übung ist es, sich auf alle Viere zu stellen. Das heißt, sich auf seine Hände und Knie zu begeben. Dann streckt man den linken Arm und das rechte Bein senkrecht von sich weg. Es ist wichtig hierbei nicht ins Hohlkreuz zu geraten und seinen Bauch anzuspannen. Diese Position muss anschließend wenigstens 15 Sekunden gehalten werden. Anschließend findet ein Wechsel der Glieder statt. Also den rechten Arm und das linke Bein von sich zu strecken. Diese Übung muss mehrfach ausgeübt werden.

Eine weitere Übung, bekannt als „Rumpfheber“, beginnt damit sich auf den Bauch zu legen und alle Viere gerade von sich zu strecken. Hierbei muss man nun den Oberkörper leicht anheben, sowie Arme und Beine in der Luft halten. Wichtig ist, dass man einen festen Untergrund hat, sodass man nicht ins Hohlkreuz fällt. Diese Position sollte man dann ebenfalls für mindestens 15 Sekunden halten. Das Ganze sollte man wenigstens fünfmal wiederholen.

Führt man diese und ähnliche Übungen regelmäßig zu Hause durch, begrenzt man die Möglichkeit plötzlich Rückenschmerzen durch eine falsche Haltung zu bekommen.

Beim Lernen daheim hat man mehr Möglichkeiten dem plötzlichen Schmerz entgegen zu wirken. Hier kann man zum Beispiel versuchen gerade da zu sitzen, während man die Hände hinter dem Kopf verschränkt und den Oberkörper dreht. Allein durch so eine kleine Übung zwischendurch, kann man die seitlichen Rückenstränge stärken.

Man kann auch einfach mal aufstehen, sich strecken und recken. Bewegung ist ja bekanntlich die beste Medizin. Jede kleine Bewegung kann helfen, den Rückenschmerz zu vermeiden.

Ein Trick um sich in Bewegung setzen zu müssen, ist es, sich dazu zu zwingen beim Lernen mal aufzustehen. Hierzu muss man seine Lernmaterialien nur so im Zimmer verteilen, dass sie so weit entfernt liegen, dass man aufstehen muss. Man verpflichtet sich dazu Bewegungspausen einzulegen. Zu groß ist oftmals die Verführung, während man Pause macht, mit seinem Handy in der Hand einfach sitzen zu bleiben.

 

Doch was ist, wenn man in einer Examensklausur sitzt. Natürlich nicht in den richtigen Examensklausuren, da hat man ganz andere Probleme als einen schmerzenden Rücken. Jedoch soll der Examenskandidat wenigstens zwei fünfstündige Probeklausuren pro Woche lösen. Zwei Tage in der Woche also, in der man ganze fünf Stunden dauerhaft im Sitzen verbringt. Danach tun einem nicht nur die Finger weh, sondern auch der Rücken.

Dabei passiert es schnell, dass man in sich zusammenfällt. Während dem Lösen der Klausur, denkt man an alles, nur nicht an eine gerade Haltung. Man ist zu sehr auf den Stoff fixiert, als dass man daran denken würde, ab und an seine Position zu wechseln.

Wer sich dies jedoch schon bei den Probeklausuren angewöhnt, hat später weniger Probleme. Das ist auch eine gute Vorbereitung für das Berufsleben. Die Sitzhaltung ist entscheidend dafür, ob man schmerzen bekommt oder nicht.

Ein weiterer kleiner Trick, den man angehen kann und gerade auch in Klausuren vollziehbar ist, ist es das Gewicht von einer Gesäßhälfte auf die andere zu verlagern. Hierbei bleibt man wenigstens minimal in Bewegung. Ist wahrscheinlich auch sinnvoller als stündlich auf die Toilette zu rennen, nur um aufstehen zu können.

Wer sich an die wenigen Tipps hält, sollte es schaffen auch ohne „Rücken“ durch die Prüfungen zu kommen.

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