Studieren bei Hitze – so bewahrst du einen kühlen Kopf

Studieren im Sommer, ist wohl eine genauso große Herausforderung, wie überhaupt seine Klausuren zu bestehen. Der Endgegner diesmal: die Sonne.

Über ein halbes Jahr haben wir sie vermisst. Aber sie macht uns den Lernalltag halt auch nicht einfacher. Durch das Umblättern einzelner Seiten gerät man bereits in Schweißausbrüche und das Halten eines Stiftes scheint plötzlich so schwer, wie Gewichte zu heben.

Gefühlt jeder sitzt mit einem kühlen Bier vor der Bib und man fragt sich, warum man sich so ein lernintensives Studium ausgesucht hat.

Sehnsüchtig schaust du aus dem Fenster und hoffst darauf, auch endlich ein kühles Blondes trinken zu dürfen. Währenddessen fragst du dich, warum die Bib eigentlich Fenster hat. Wahrscheinlich damit man ständig neidisch nach draußen schauen kann und sieht wie alle anderen ihren Spaß haben. Wer sich das ausgedacht hat, muss schon ein ziemlich kranker Masochist gewesen sein.

Aber hey, die Bib ist wenigstens klimatisiert. Wenn du Glück hast, findest du direkt einen Platz unter der Klimaanlage. Wenn du Pech hast, holst du dir dadurch eine Erkältung im Sommer. Die schlimmste aller Erkältungen. Aber wenigstens hast du davor mal für eine halbe Stunde nicht geschwitzt.

Wer Jura studiert, hat selten das Glück mit seinem Seminar oder Tutorium nach draußen zu gehen. Das will man bei der Hitze vielleicht auch gar nicht. Kommt wohl darauf an, ob die Räume der Uni ebenfalls klimatisiert sind. Wahrscheinlich wäre das alles mit den dicken Gesetzen auf dem Schoß sowieso ein wenig zu kompliziert.

Diejenigen, die Zuhause lernen, haben ganz andere Probleme.

Die Wenigsten werden eine Klimaanalage haben. Todesmutig denkt man, dass man die Hitze mit seinem 20€ Ventilator von Aldi besiegen kann. Dumm nur, wenn man gleich meint die Regeln der Thermodynamik außer Kraft zu setzen und meint, seinen Laptop noch auf seinen Schoß zu legen zu können.

Klüger ist es, morgens früh aufzustehen und die niedrigen Temperaturen am Morgen für sich zu nutzen. Zwar verstößt ein zu frühes Aufstehen gegen die Regeln des Studentenlebens, jedoch kann man zu dieser Zeit noch mit einem kühlen Kopf lernen. Am besten lüftet man sein Zimmer gleich morgens und lässt danach die Rollläden am Fenster herunter. Diese sollten dann auch den ganzen Tag unten bleiben und das Fenster zu. So heizt sich das Zimmer nicht so auf und man hat länger am Tag Vorteile von der Frische.

Doch es gibt noch ein paar mehr Tricks mit denen du in deiner Sauna/Dachgeschoss Wohnung einigermaßen erträglich lernen kannst.

 Zum Beispiel kann man sich einen Behälter mit eiskaltem Wasser unter seinen Schreibtisch stellen und seine Füße hineinstellen. Oder man legt sich einfach ein feuchtes Tuch in den Nacken

Sich gleich ganz nackt in ein feuchtes Laken hüllen, klingt vielleicht ein bisschen radikal, aber so wirkt dieser Trick auch. Ein wenig praktischer ist es, dass man sich jederzeit ein Eis aus der Gefriertruhe holen kann. So schmeckt das Lernen auch ein bisschen nach Sommer.

Wer es aber besonders erfrischend mag: gegen die Hitze ist sogar schon ein Kraut gewachsen. Die Pfefferminze. Die kühlt nämlich von innen und schmeckt in einer selbstgemachten Limonade besonders gut.

Andere machen sich selbst was vor und gehen mit ihren Freunden an den See oder ins Schwimmbad. Nehmen hierfür all ihre Bücher mit, die eigene Büchertasche schwerer als der Bierkasten der Freunde. Nur um am Ende kein einziges Buch aufgeschlagen und den anderen das Bier wegtrunken zu haben.

Es soll auch Menschen geben, die es geschafft haben Uniabschlüsse zu bekommen, obwohl sie in Urlaubsländern leben. Doch selbst diejenigen werden ihre Dissertationen nicht direkt am Meer geschrieben haben.

Jene, die im Sommer zu fast gar nichts mehr kommen, sei geraten im Winter ein bisschen härter zu arbeiten.

Leichter gesagt, als getan. Doch wer die meisten Scheine schon im Wintersemester gemacht hat, hat im Sommer bekanntlich weniger zu tun.

Das geht natürlich auch nur soweit eure Studienordnung dies zulässt bzw. ihr euch nicht gerade in der Examensvorbereitung befindet. Doch auch viele kommerzielle Repetitorien planen Sommerferien mit ein, sodass man sich wenigstens auf ein bis zwei Sonnenwochen, selbst in dieser Zeit freuen kann.

Doch wie schafft man es die Motivation auch an den heißen Tagen oben zu halten?

Erstmal strahlt die Sonne viel Energie aus, die wir in etwas Positives umwandeln können. Am besten in Motivation zum Lernen. Was ist bitte schöner, als nach einem Lernmarathon noch die letzten Sonnenstunden mit seinen Kommilitonen bei einem Bier zu verbringen.

Generell kann man sich bei gutem Wetter viel besser mit einem Ausflug oder Schwimmbadbesuch belohnen. Es ist nun mal wichtig, sich nach den kleinen Erfolgen etwas zu gönnen.

Egal wie viel man zu tun hat, man sollte sich wenigstens ab und an mal in die Sonne setzen und sie ohne schlechtes Gewissen genießen. Du willst dich schließlich noch im Spiegel betrachten können. Wenn du am Ende des Sommers noch so weiß bist, wie die Blätter Papier auf die du schaust, kannst du dir sicher sein, zu wenig Zeit draußen verbracht zu haben.

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