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Heute im Gespräch mit:

Philippe Woesch

Schalast Rechtsanwälte und Notare

Philippe Woesch | Rechtsanwalt und Partner

mjf: Lieber Herr Woesch, über die Kanzlei Schalast Rechtsanwälte und Notare liest man verschiedene Statements, u.a. darüber, dass bei Ihnen die Türen offenstehen und eine nette Atmosphäre herrscht. Das klingt sehr vielversprechend für einen Bewerber. Was ist damit genau gemeint?

s&p: Wir sind eine Kanzlei, in der die Türen, sowohl die der Partner als auch Associates, immer offenstehen und in der man stets ein offenes Ohr für die Anliegen aller Mitarbeiter hat. Sei es unter vier Augen oder im wöchentlich stattfindenden Kanzleimeeting, an dem alle Berufsträger (auch unsere Referendare) teilnehmen. Und auch sonst unterstützt man sich gegenseitig, nicht nur in der jeweiligen Praxisgruppen, sondern auch praxisgruppenübergreifend. Nicht zuletzt sorgen sicherlich auch die regelmäßig stattfindenden Business Lunches, Associate Stammtische, Kicker Turniere auf der Dachterrasse, Kanzleifeste, Associate Retreats und After Work Cocktails für eine gute Stimmung innerhalb der Kanzlei.

mjf: Ihr Haus legt viel Wert auf Aus – und Weiterbildung, im Vergleich zu anderen Häusern Ihrer Größe ist das beachtlich. Auf was kann sich ein Referendar oder Associate hier freuen? Gibt es bspw. besondere LL.M.-Angebote, welche Sie vermitteln können?

s&p: Das stimmt. Wir legen sehr viel Wert auf die berufliche Entwicklung unserer Mitarbeiter und richten uns vor allem nach den individuellen Wünschen der Mitarbeiter. Das ist auch der Grund, weshalb wir bereits vor einigen Jahren ein Ausbildungskonzept für die individuelle Förderung unserer Mitarbeiter erstellt haben. Jeder Referendar und jeder Associate bekommt hierfür einen sog. Mentor, d.h. einen erfahrenen Rechtsanwalt, zur Seite gestellt. Aufgrund der engen Verbindung zur Frankfurt School of Finance and Management können unsere Associates sich dort weiterbilden und einen LL.M. Studiengang absolvieren. Einige Associates und mittlerweile Partner haben dort ihren LL.M. im Bereich M&A erworben, drei weitere befinden sich derzeit im Studiengang „Master of Financial Law“. Wir unterstützen aber auch z.B. beim Erwerb des Fachanwaltstitels, bei einem Bar Exam in den USA, bei einem Secondment bei einem unserer Mandanten vor Ort, Auslandsaufenthalten oder auf dem Weg zum Notar. Ein besonderes Erlebnis ist die jährlich stattfindende Multilaw Academy (ein Workshop unseres internationalen Kanzleinetzwerks), an der immer einer unserer Associates teilnimmt. Ich selbst nahm an der Multilaw Academy in Chiang Mai (Thailand) teil und habe dort junge Anwälte aus der ganzen Welt kennenlernen dürfen, welche in unseren globalen Partnerkanzleien arbeiten. Wir bieten außerdem diverse interne Soft-Skills Seminare, Englischkurse, sowie Inhouse-Schulungen an, an denen selbstverständlich auch unsere Referendare partizipieren können. Schließlich ist ein Highlight für unsere jungen Mitarbeiter auch der jährlich stattfindende Associate Retreat, welcher über ein Wochenende stattfindet und Themen wie z.B. Karriere und Partnerschaft beinhaltet aber auch das Teambuilding fördert.

mjf: Das Thema Work-Life-Balance spielt in der heutigen Zeit eine große Rolle und hat für viele junge Juristen hohe Priorität. Wie setzt Schalast & Partner die Anforderungen der gegenwärtigen Generation um? Bieten Sie Ihren Mitarbeitern bspw. an auch im Homeoffice arbeiten zu können?

s&p: Wir wissen, wie wichtig eine ausgewogene Work-Life-Balance für junge Juristen ist. Wir haben daher kürzlich die Teilzeit-Partnerschaft für Salary-Partner eingeführt. Das heißt, der/die Partner/in kann seine Arbeitszeiten monatlich herabstufen oder wieder heraufstufen (z.B. auf 50%, 60% oder 80%). Hierdurch ist größtmögliche Flexibilität gewährleistet, zumal alle unsere Salary und auch Equity Partner Familie und Kinder haben.
Selbstverständlich ist es uns auch ein besonderes Anliegen, dass unsere Associates Familie und Beruf perfekt unter einen Hut bekommen, z.B. durch Elternzeit und Teilzeitmodelle. Schließlich ist das Arbeiten im Homeoffice nach Absprache möglich. Entsprechendes Equipment, wie z.B. Notebooks, und der Zugang zur Kanzlei-Software werden hierfür zur Verfügung gestellt.

mjf: Schalast Rechtsanwälte und Notare war in den letzten Jahren für viele brancheninterne Preise nominiert und hat auch einige gewinnen können. Besonders interessant für unsere Bewerber*innen ist vielleicht einer der aktuelleren Nominierungen der Azur Awards – auch wenn Sie den Preis leider nicht für sich entschieden haben. Was macht Ihr Haus denn aus Ihrer Sicht innovativ?

s&p: Wir haben uns sehr über die Nominierung gefreut, da wir in diesem Bereich besonders aktiv waren. Dass wir sogar in zwei Kategorein nominiert worden sind, also auch noch für den Preis „Arbeitgeber Region“ war fantastisch. Mit der Implementierung der Teilzeit-Partnerschaft gehen wir auf die Bedürfnisse der jüngeren Generation ein. Als innovativ möchten wir aber auch unseren Einstieg in die Legal Tech-Kanzlei Clarius.Legal bezeichnen, mit welcher wir eng zusammenarbeiten. Wir haben zudem das agile Projektmanagement eingeführt, beispielsweise durch die Implementierung der Projektmanagementsoftware Trello und Microsoft-Teams. Mandate können so noch effizienter bearbeitet werden. Kürzlich erfolgte zudem die Neugestaltung eines Teils unserer Kanzleiräume, wobei vor allem die Einrichtung eines Kreativraums (Lounge) mit beschreibbaren Wänden, Flatscreen und einer Bar mit Getränken und Fingerfood, hervorzuheben ist.

mjf: Ihr Haus wächst, Sie haben derzeit einige Stellen ausgeschrieben. Können Sie dies in Zahlen etwas konkreter fassen? Wie viele Berufseinsteiger, Referendare und Praktikanten können bei Schalast & Partner 2020/2021 einsteigen?

s&p: Wir sind immer auf der Suche nach Referendaren und planen ca. 15-20 Referendare auszubilden. Zudem möchten sich alle Praxisgruppen weiter verstärken und Associates einstellen, sofern Vakanzen vorhanden sind. Hierbei sind ca. 5-10 Neueinstellungen geplant.

mjf: Abschließend noch eine Frage: Wenn Sie sich einen idealen Bewerber*in aussuchen können, was sollte dieser an berufstypischen Qualifikationen und vielleicht auch Soft Skills mitbringen?

s&p: Natürlich erwarten wir, dass die Bewerber über eine gute juristische Ausbildung sowie gute Englischkenntnisse verfügen, gerne im Team arbeiten und selbst Verantwortung übernehmen. Insbesondere sollten Sie aber Spaß am Anwaltsberuf in einer renommierten, mittelständischen Kanzlei haben. Denn dann sind die Weichen für eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit gestellt. Und,  wenn nicht bereits vorhanden, kümmern wir uns gerne gemeinsam um weitere Zusatzqualifikationen und Soft Skills.

mjf: Lieber Herr Woesch, vielen Dank für das angenehme Interview!

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